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Es werden Posts vom Dezember, 2022 angezeigt.

Eisriesenwelt I Burg Hohenwerfen

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Nachdem ich am vergangenen Dienstag viele Stunden quer durch Österreich gefahren bin, landete ich am frühen Abend auf einem Wanderparkplatz in der Nähe von Werfen , 40 km südlich von Salzburg . Als ich mir später auf der Karte meinen Standort genauer anschaute, fand ich fünf Kilometer von mir entfernt ein attraktives Ausflugsziel, die Eisriesenwelt .    Diese gilt mit einer Gesamtlänge von 42 km als die weltweit größte Eishöhle. Bereits die Anreise war ein besonders Erlebnis: Mit einer Seilbahn wurde ich 500 Meter hoch über einen steilen Abhang getragen, dann ging es zu Fuß weiter bis zur Höhle. Im Rahmen einer Gruppenführung habe ich dann die Höhle bewandert: 778 Stufen hoch, 778 Stufen runter.    Mit der Gondel ging es am frühen Nachmittag wieder steil abwärts:  Nach einer kurzen Mittagspause machte ich mich auf den Weg zur Burg Hohenwerfen . Als ehemalige Wehrburg thront sie hoch über dem Salzburger Salzachtal... Foto: https://www.salzburg-burgen.at   D...

Im neuen Jahr...

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Mit den 39 Worten des Neujahrsgrußes der Dichterin Rose Ausländer, die mich immer wieder zutiefst berühren, möchte ich gerne mit Euch ins neue Jahr gleiten und es dann herzlich willkommen heißen: Dankbar für meine komfortables und privilegiertes Leben betrachtete ich während meiner Jahresrückschau in den vergangenen Tagen meine immer wieder auftretenden Ängsten und Unsicherheiten. Und da erinnerte ich mich an das Gedicht. Ich finde, es ist ein wunderbarer Türöffner für das anklopfende neue Jahr. Es gefällt mir, weil die Vielfalt der Bedachten so weit und einladend ist: die Nahen und die Fernen, die Lebenden und Verstorbenen sowie die Künstler. Selbst die verschollenen Engel * werden gegrüßt. Die letzten Zeilen des Gedichts sprechen mich besonders an: Grüße mich selber Mit dem Zuruf Mut Ja, auch mir tut Mut gut, wenn ich mich in meinem Schatten bewege und solche Zumutungen wie Reifenpannen, Männergrippe, Kälte oder das Alleinsein meine Gemütslage schmälern. Gott sei...

Reifenwechsel in einer marokkanischen Autowerkstatt

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Heute war es endlich so weit, die Reifenpanne vom 23.12. wurde behoben.  Um 14 Uhr rief mich ein gelber Engel des ADAC an und besprach mit mir die weitere Vorgehensweise. Bereits nach 30 Minuten erschien Jamal, der Chef der Autowerkstatt. Nach der Demontage des Reifens fuhren wir zu seiner Werkstatt, wo ich die nächsten fünf Stunden verbrachte. I mmer wieder wurde der Reifenwechsel durch kommende und gehende Autofreaks unterbrochen, mehrfach unterbrach Jamal seine Arbeit, verließ die Werkstatt oder telefonierte.  Der Höhepunkt meines Werkstattbesuchs war das gemeinsame Mittagessen mit Jamal, seinem Mitarbeiter und einem weiteren Kunden. Irgendwann schloss er das Tor und sagte mir, dass er jetzt das Mittagessen einnehmen würde. Er lud mich ein und führte mich an den Tisch, auf dem eine große Pfanne mit Fischfleisch, Muscheln, Couscous und Gemüse stand. Nachdem das marokkanische Pfannenbrot verteilt war, nah sich jeder mit seinen Händen das Gewünschte aus der Pfanne, mit d...

Marokkanische Kostprobe

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Seit zwei Tagen wohnt neben mir eine marokkanische Familie: Mutter, Vater und drei Jungs. Tagsüber leben die Fünf draußen, nachts schlafen sie in ihrem Dachzelt* auf dem Mercedes. Der Kofferraum des Pkws ist zu einer Küche mit großzügiger Vorratskammer umgebaut, irgendwo habe ich eine Kleiderkiste gesehen. Genial, wie diese Familie reist. H eute erhielt ich von meinen Nachbarn eine Einladung zum späten Mittagessen, es gab ein sehr leckeres marokkanisches Chakchouka und zum Abschluss einen Grünen Tee mit Minze. Deliciós, ein toller Vorgeschmack auf die marokkanische Gastfreundschaft und Küche! https://cuisine.journaldesfemmes.fr/recette/318591-chakchouka-aux-poivrons Vorher war ich bei herrlichem Sonnenschein in dem naheliegenden Dörfchen Sant Hilari Sacalm.   P.S. Laut ADAC erwartet die Werkstatt am morgigen Mittwoch den von mir benötigten neuen Reifen. Ich bin gespannt...    *mehr Informationen zum Thema Dachzelt: https://www.wild-land-drivers.de

Frühlingsgefühle

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Zehn Stunden habe ich in der vergangenen Nacht geschlafen, nach und nach und immer mehr kuriere ich so meine Grippe aus. Ohne Reifenpanne wäre ich sicherlich schon wieder unterwegs und würde gar nicht merken, wie gut mir dieser Stillstand tut.         Hier in der fast schon mediterranen Sonne zu stehen und in Frühlingsgefühlen zu baden, empfinde ich als wunderschönes Weihnachtsgeschenk.  

Heiligabend in Sant Hilari Sacalm

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Mein Heiligabend begann mit einem Besuch der Christmette. Nichts erinnerte an die Heiligabendmessen in Deutschland, wo die Kirchen bis auf den letzten Stehplatz gefüllt sind und das kirchliche Equipment durch den glitzernden Weihnachtsschmuck aufbauscht wird. Ein Drittel der Plätze war hier in der Kirche unbesetzt, es gab nahezu keinen weihnachtlichen Dekor. Ich habe den eher schlichten Gottesdienst mit einem ausgezeichneten Kirchenchor als sehr angenehm empfunden. Den unten stehenden Audioplayer hätte ich gerne hier hinterlegt. Das ist mir leider nicht gelungen. Anschließend bin ich über sehr belebte Plätze und durch verwaiste Gassen gebummelt.   Und als ich dann zur späten Stunde wieder in meinem Wohnmobil war, habe ich meine Krippe aufgebaut und mir dann ein leckeres Weihnachtsmenü bereitet. Mit diesem Blog lasse ich nun den Abend ausklingen ...

Ich bin der Stau…*

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Mit einem Foto von meinem Krankenlager habe ich mich vor drei Tagen hier in diesem Blog verabschiedet, seit gestern geht es mir wieder deutlich besser. Deshalb beschloss ich am späten Vormittag, in das nahegelegene Schwimmbad zu gehen, um mir dort den Fieberschweiß und die letzten Viren abzuduschen. So frisch und munter ich mich danach fühlte, löste sich mein Ansinnen, hierzubleiben und mich komplett auszukurieren, in Luft auf – die Idee, am heutigen Heiligabend weiter gen Mittelmeerküste zu fahren, wurde zum Plan. Als ich kurz darauf wieder vor meinem Auto stand, zerplatzte dieser wie eine Seifenblase: Der am 12.12.2022 reparierte rechte Vorderreifen war wieder platt. Die Nummer des ADAC kenne ich bereits auswendig – anders als in Frankreich wurde ich hier am späten Freitagnachmittag positiv überrascht: „Wir haben eine gute Nachricht für Sie. Gleich werden Sie zu einer Werkstatt abgeschleppt, dort gibt es auch den passenden Reifen für Ihr Wohnmobil“.  Um 18:10 Uhr war es da...

Krank in Katalonien

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¡Hola! Vorgestern habe ich unmerklich die Grenze nach Spanien überquert, die erste Nacht auf der Iberischen Halbinsel habe ich in Gombrén verbracht.               Foto von Araceli Merino - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0,                            https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9587142 Obwohl ich mich mit meiner Männergrippe ein bisschen matt und müde fühlte, habe ich spätabends das mittelalterliche Dorf erkundet, gestern Morgen habe ich mich auf den Weg gemacht, um mich für die nächsten Tage mit Medikamente und Lebensmittel zu versorgen.  Als ich auf meiner gestrigen Tour hierher eine „farmácia“ aufsuchte und mich mit ACC, Nasentropfen und Hustensaft eindeckte, sah ich nebenan eine „lavanderia“, einen Waschsalon. Dort füllte ich eine Maschine und hoffe, dass ich die nun saubere...

Männergrippe

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Nun hat der Influenza-Virus wohl auch mich erwischt: Husten, Schnupfen, Heiserkeit weckten mich um 2:30 Uhr in der Früh. Ich fühlte mich ziemlich erhitzt, im Wohnmobil war die Temperatur auf 9 °C gesunken. Die Ursache für die niedrige Raumtemperatur war schnell gefunden – die Innenraum-Batterie war leer, alle Systeme hatten sich ausgeschaltet. Zwei Stunden fuhr ich und lud dabei die Batterie wieder auf, dann legte ich mich wieder in meine Koje und schlief noch einmal drei Stunden. Nachtrag: Zwei Tabletten "MiMiMi forte" habe ich mir genehmigt - schon geht es mir wieder besser...💪😉

Route durch die Pyrenäen

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Bevor es Abend wird, möchte ich Euch noch ein paar Fotos vom gestrigen Tag zukommen lassen. 220 Kilometer bin ich gefahren, fünf Stunden war ich unterwegs.  Die Route durch die Pyrenäen führte mich über viele atemberaubende Pässe, enge Haarnadelkurv en, durch grüne Wälder und schroffe Gebirgslandschaften.

Vollbad bei -2 Grad C

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Die Römischen Bäder von Dorres, Frankreich

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In der Nähe von Andorra und Spanien, ca. 1.500 über dem Meeresspiegel, stehe ich seit dem gestrigen Abend. 200 Meter von mir entfernt sind die Römischen Bäder von Dorres, in denen man ganzjährig mit einer wunderschönen Sicht auf die Gebirgsketten planschen kann. Die beiden Außenbecken werden von Naturwasser gefüllt, das mit 40 °C Wärme aus einer einzigen Warmwasserquelle fließt. Um 9 Uhr öffnet das Bad, da gehe ich gleich hin...  

Noch einmal Mauléon-Barousse...

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... nun geht es weiter in Richtung Iberische Halbinsel.    

Stille Nacht - Spaziergang am gestrigen Abend durch Mauléon-Barousse

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Wanderrunde von Mauléon-Barousse

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Anstatt 2:30 Stunden habe ich heute vier Stunden benötigt, um die 8,2 km lange Wandertour in aller Ruhe zu genießen. Nach den langen Sitzepisoden hinter dem Steuer in den vergangenen Tagen habe ich die Bewegung sehr genossen, vielleicht gehe ich morgen noch eine Runde.     https://www.komoot.de/invite-tour/994508137?code=mhydz6-e0Ftk6H9YOfEW-BA0d_0fbD7d9AqYDcsJh7Shhsp-7U     Als ich gerade noch einmal die Tour aufrief, um sie mit Euch zu teilen, fand ich auf Komoot eine erfreuliche Wettervorschau für die kommenden Tage 🌞

Mauléon-Barousse

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Nach einer entspannten Nacht – bis halb neun habe ich geschlafen! - habe ich mich nun entschlossen, hierzubleiben und die wunderbare Gegend zu erkunden.

Groléjac I Queyssac I Mauléon-Barousse

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  Als ich am vergangenen Wochenende mit plattem Reifen in einer eher unromantischen Umgebung auf den Pannendienst wartete, hatte ich kurz den Impuls, nach Mülheim heimzukehren und im Januar 2023 neu zu starten. Nach der zügigen Reparatur und den steigenden Temperaturen war für mich das Thema „Heimkehr“ allerdings schnell erledigt – dachte ich zumindest bis gestern. Mit dem Ziel, am Abend die Pyrenäen zu erreichen, fuhr ich am Mittwochmorgen in Groléjac los. Nach einer kleinen Wanderrunde und einem halbstündigen Powernapping am Nachmittag aktivierte ich dann meinen Routenplaner und stellte fest, dass ich, anstatt südwärts gen Spanien, wieder zurück in den Norden gefahren war.  Mehrfach hatte ich auf dieser Route Déjà-vu-Erlebnisse und das Gefühl: Hier war ich schon mal.  Auf die Idee, meine Streckenführung zu überprüfen, bin ich allerdings nicht gekommen. Nachdem ich am Nachmittag die Situation schmunzelnd realisiert hatte, kehrte ich kurz entschlossen um und f...