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Es werden Posts vom Januar, 2023 angezeigt.

Eisriesenwelt I Burg Hohenwerfen

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Nachdem ich am vergangenen Dienstag viele Stunden quer durch Österreich gefahren bin, landete ich am frühen Abend auf einem Wanderparkplatz in der Nähe von Werfen , 40 km südlich von Salzburg . Als ich mir später auf der Karte meinen Standort genauer anschaute, fand ich fünf Kilometer von mir entfernt ein attraktives Ausflugsziel, die Eisriesenwelt .    Diese gilt mit einer Gesamtlänge von 42 km als die weltweit größte Eishöhle. Bereits die Anreise war ein besonders Erlebnis: Mit einer Seilbahn wurde ich 500 Meter hoch über einen steilen Abhang getragen, dann ging es zu Fuß weiter bis zur Höhle. Im Rahmen einer Gruppenführung habe ich dann die Höhle bewandert: 778 Stufen hoch, 778 Stufen runter.    Mit der Gondel ging es am frühen Nachmittag wieder steil abwärts:  Nach einer kurzen Mittagspause machte ich mich auf den Weg zur Burg Hohenwerfen . Als ehemalige Wehrburg thront sie hoch über dem Salzburger Salzachtal... Foto: https://www.salzburg-burgen.at   D...

Mañana

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Abgesehen von dem Fluss Belcaire, in dem heute kein Wasser mehr ist, gibt es hier keine geografischen Highlights". Mit diesen Worten beschreibt das Internetportal Tourismusbüro Castellón die Gegend um Moncofa, in der ich seit dem vergangenen Mittwoch mit meinem Wohnmobil stehe. So unspektakulär wie die Örtlichkeit ist auch meine Befindlichkeit: morgens gehe ich in das nahe Städtchen und genieße dort einen Espresso, dann setze ich mich mit einer Kanne Tee an den Strand, erfreue mich an der wohltuenden Sonne 🌞 und lese oder döse und lausche den Wellen.  Wenn ich dann mal das Bedürfnis habe, mich zu bewegen, gehe ich zum Bouleplatz. Dort treffe ich auf meine englischen, estnischen, französischen, niederländischen, schweizerischen und spanischen MitbewohnerInnen und versuche, meine Kugeln möglichst nah an der Zielkugel zu platzieren. Mit meinem Wohnmobil stehe ich, wie in der Beschreibung zu lesen ist, an einem „privilegierten Ort“ mit ca. 20 Wohnmobilen, die meisten werden ...

"A hole to see the sky through"

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  Eine weiße Postkarte mit einem Loch in der Mitte – an diese Postkarte von Joko Ono erinnerte ich mich gestern, als ich durch die Dachluke in den Himmel schaute.  Der Blick zum Himmel ist ein Motiv, das Yoko Onos Lebenswerk begleitet: Während des Krieges sei sie zum Schutz vor Bombenangriffen von Tokio aus aufs Land geschickt worden. Und plötzlich sei da über ihr nichts als der Himmel gewesen. Dieses Bild habe sie nie mehr vergessen...

Peñíscola I

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 „Wetter-Warnungen und Schnee sogar am Strand? Wintereinbruch in Spanien“ schrieb der MERKUR in der vergangenen Woche. Als ich gestern Morgen in Benissanet erwachte, wurde auch für mich der Kälteeinbruch spürbar, das Thermometer zeigte –2 °C. Um der bitteren Kälte zu entkommen, fuhr ich 118 Kilometer und strandete schließlich in Peñíscola (lat. Peninsula = Halbinsel). Das Städtchen zählt ca. 4.200 Einwohner, in der touristischen Hochsaison steigt die Zahl der Bewohner auf mehr als 150.000. Mit seiner einzigartigen historischen Altstadt auf einem Felsen, dem fünf Kilometer langen Strand und seinen rund 300 Sonnentagen ist Peñíscola einer der wichtigsten Urlaubsorte Spaniens. Den ganzen Tag habe ich heute das Meer, die Sonne (!) und die schlafende Stadt genossen. Manchmal empfand ich die Stille ein wenig unheimlich – alle Restaurants und Souvenirläden, sogar die Lebensmittelgeschäfte waren verschlossen.     

Peñíscola II - Fotos

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Winter ist – aber die Knospen wissen es besser.

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„Und es kam der Tag, da das Risiko, in der Knospe zu verharren, schmerzlicher wurde als das Risiko, zu blühen.“ (Anaïs Nin, US-amerikanische Schriftstellerin, 1903 – 1977)  

Benissanet I Fotos

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Fotos von meinen Wanderungen entlang des Ebros am 20./21.01.2023    

Castell de Miravet

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Begleitet von heftigen Winden führte mich meine gestrige Wanderung zu dem acht Kilometer entfernten „Castell de Miravet“, eine mittelalterliche Burg arabischen Ursprungs. Von der auf der Anhöhe gelegene Festung genoss ich die wärmende Sonne und das herrliche Panorama über das Ebrotal.     Und heute? Heute stand auf meinem Kalenderblatt "Nichtstun":

Viladrau - Benissanet

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Als ich vorgestern in Viladrau erwachte, war es bitterkalt (3 °C). Anstatt mich auf die geplante Wandertour zu begeben, packte ich meine Siebensachen und fuhr 226 Kilometer gen Süden - der Sonne 🌞 entgegen.   Am Nachmittag erreichte ich mein Ziel. In Benissanet, einem kleinen Dorf in der Provinz Tarragona, empfing mich strahlender Sonnenschein, das Thermometer zeigte 21 Grad C. In den vergangenen beiden Nächten zogen jedoch heftige Windböen übers Land, wie ein Segelboot auf stürmischer See wurde ich hin und her geschaukelt. Nachdem sich gestern Nachmittag die Wetterlage ein wenig beruhigt hatte, konnte ich meine neue Umgebung kennenlernen.  

Kakerlaken und Rasierer à la carte

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Meine ungenügenden Fremdsprachenkenntnisse versuche ich hier mit der „Google Übersetzer“-App auszugleichen. Die Funktion „Kamera-Sofortübersetzung“ hilft mir häufig, Hinweisschilder und Speisekarten zu verstehen. Manchmal liegt der Translator mit seinen Übersetzungen allerdings ziemlich daneben…

Viladrau

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Gestern habe ich mir in Vic einen Adapter besorgt, mit dem ich die spanischen Gasflaschen mit meinem Gasdruckregler verbinden kann. Bemerkenswert finde ich, dass es in der EU keine einheitliche Gasflaschenanschlussnorm gibt. Die Erstellung einer europäischen Glasflaschen norm scheint schwieriger zu sein als die Erstellung einer Verordnung wie die der "Gurkenkrümmungsverordnung" . In der wurde 1988 vom Mindestgewicht über die Färbung bis zur Krümmung genau definiert, wie eine Gurke der Güteklasse „Extra“ beschaffen sein muss. Mit einer vollen Gasflasche im Gepäck fand ich am Nachmittag meine neue Bleibe in Viladrau .   Nach einer kurzen Dorfbegehung... zog es mich in eine katalanische Bar. Dort unternahm ich eine berauschende Reise durch die spanische Spirituosenlandschaft, die ich heute mit einer Kanne Tee in der Natur fortsetzte.